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Google Core Update Dezember 2025: Was sich geändert hat und wie Sie reagieren sollten

Google hat das Core Update vom Dezember 2025 veröffentlicht. Wie bei Core Updates üblich kann das Update nahezu jede Branche, jede Website und jede Sprache betreffen. Wenn Sie aktuell starke Schwankungen sehen, ist das nicht automatisch ein Zeichen für einen Fehler oder eine „Abstrafung“ – es ist eine Neubewertung von Relevanz und Nutzen.
Die wichtigste Regel lautet: Nicht in Aktionismus verfallen. Core Updates belohnen langfristige Qualitätsverbesserungen – vor allem bessere Intent-Abdeckung, klare thematische Struktur (Topic Clusters) und sichtbare Vertrauenssignale.
In diesem Artikel geht es um das, was Sie wirklich steuern können: saubere Analyse, Mustererkennung statt Rauschen und ein Maßnahmenplan, der Sichtbarkeit und Leads nachhaltig verbessert.
Was ist ein Google Core Update?
Ein Core Update ist eine breit angelegte Anpassung der Ranking-Systeme von Google. Im Gegensatz zu Spam-Updates oder manuellen Maßnahmen richtet es sich nicht gegen einzelne Websites. Es verändert vielmehr, wie Google Relevanz, Qualität und Nutzwert über den gesamten Index hinweg bewertet.
Deshalb können auch sehr gute Websites kurzfristig verlieren: Wenn Google die Suchintention besser versteht, können Wettbewerber mit passenderem Format, klarerer Struktur oder höherem Nutzwert nach oben rutschen.
Was hat sich im Dezember 2025 praktisch verändert?
Google veröffentlicht selten detaillierte technische Änderungen. Trotzdem ergeben sich aus Core Updates in der Praxis wiederkehrende Muster. Besonders stark werden Suchergebnisse neu sortiert, wenn viele Seiten sehr ähnlich sind und Google strenger entscheidet, wer die beste Antwort liefert.
- Mehr Umverteilung bei Keywords mit vielen „ähnlichen“ Artikeln (Listen, generische Guides, Template-Content)
- Schärfere Trennung zwischen Informations- und High-Intent-Suchen (Lernen vs Kaufen vs Navigation)
- Stärkere Bevorzugung von Inhalten mit echter Differenzierung (Beispiele, Erfahrung, konkrete Details statt Zusammenfassungen)
- Weniger Toleranz für dünne, repetitive oder massenhaft produzierte Inhalte
- Mehr Gewicht für klare Themenarchitektur und interne Verlinkung statt isolierter Einzelartikel
Sie müssen nicht raten, welches „Signal“ sich verändert hat. Diagnostizieren Sie über Muster: Welche Intents sind betroffen, welche Seitentypen, welche Themencluster – und was machen die Gewinnerseiten besser?
Welche Websites sind am stärksten betroffen?
Core Updates treffen häufig Websites, die primär auf Skalierung setzen, aber wenig eigenständigen Mehrwert liefern – vor allem, wenn viele Seiten auf die gleichen Keyword-Cluster einzahlen und sich gegenseitig kannibalisieren.
- B2B-Blogs mit sehr generischen Artikeln ohne eigene Sichtweise oder Praxisbezug
- Affiliate- und Vergleichsseiten, die Daten wiederholen, aber kaum echte Bewertung liefern
- Websites mit viel AI-Text ohne starke redaktionelle Prüfung und Originalität
- Marken ohne klare Autoritäts- und Vertrauenssignale (Autoren, Expertise, Referenzen)
- Sites mit schwacher interner Verlinkung und unklarer thematischer Struktur
Wichtig: Ein Sichtbarkeitsverlust ist keine „Penalty“. Es ist eine Neusortierung. Die Lösung ist kein Trick – die Lösung ist, für die gewünschten Suchintents der beste Treffer zu werden.
Was Sie nach einem Core Update NICHT tun sollten
Der häufigste Fehler ist Überreaktion. Vermeiden Sie besonders diese Punkte:
- Nicht sofort massenhaft Inhalte löschen (oft gehen dabei Impressionen und Assist-Traffic verloren)
- Nicht blind alles umschreiben, ohne den Nutzwert zu erhöhen
- Keine großen Struktur- oder URL-Änderungen mitten in der Volatilitätsphase
- Nicht nur Rank-Tracker beobachten – Search Console Trends sind relevanter
- Nicht automatisch auf „mehr Keywords“ oder „mehr Links“ setzen, ohne Intent zu prüfen
So analysieren Sie die Auswirkungen richtig
Gute Analyse ist segmentiert und datenbasiert. Vergleichen Sie in der Google Search Console einen stabilen Zeitraum vor dem Update mit einem aktuellen Zeitraum während/nach dem Rollout. Dann segmentieren Sie nach Seitentyp und Suchintention.
- Mit Impressionen starten (nicht nur Klicks): Sichtbarkeit verschiebt sich oft zuerst bei Impressionen
- Nach Seitentyp trennen: Blog, Kategorien, Produktseiten, Service-Landingpages
- Nach Intent trennen: informational, commercial, navigational
- Cannibalization prüfen: mehrere Seiten konkurrieren für denselben Query-Cluster
- Gewinner UND Verlierer analysieren: wo ist Sichtbarkeit hingewandert und warum?
Ein globaler „Average Position“-Wert sagt fast nichts aus. Core Updates verschieben oft Sichtbarkeit zwischen Themenbereichen. Deshalb müssen Sie auf Cluster- und Template-Ebene auswerten.
Schneller Diagnose-Check: Warum verlieren wir?
Diese Fragen helfen, den Kern der Veränderung zu finden:
- Verlieren Sie in einem klaren Themencluster – oder überall?
- Sind die betroffenen Seiten eher generisch und austauschbar?
- Passt das Seitenformat zur Suchintention (z. B. Guide rankt für „Preis“, aber Nutzer wollen Angebote)?
- Beantwortet ein Wettbewerber die Frage direkter, mit klarerer Struktur, Beispielen oder Erfahrung?
- Sind Expertise und Vertrauen sichtbar (Autor, Firma, Referenzen, Daten, Aktualisierung)?
Erholung ist selten „eine Maßnahme“. Meist ist es eine Kombination aus besserer Intent-Abdeckung, Struktur, interner Verlinkung und klareren Trust-Signalen.
SEO-Maßnahmenplan: Was wirklich hilft
Core Updates belohnen Klarheit und Nutzwert. Setzen Sie zuerst auf diese Maßnahmen:
- Inhalte konsequent auf Intent optimieren: Antworten früher liefern, Struktur schärfen, irrelevantes kürzen
- Eigenen Mehrwert ergänzen: Frameworks, Checklisten, Screenshots, Beispiele, Praxis-Insights, Zahlen
- Topical Depth aufbauen: Supporting Articles + klare Topic Cluster statt Einzelartikel
- Interne Verlinkung stärken: thematisch passende Links mit sprechenden Ankern
- Duplikate reduzieren: überlappende Inhalte konsolidieren und eine „beste Seite“ pro Cluster definieren
- Trust-Signale sichtbar machen: Autoren, Expertise, Unternehmen, Referenzen und Aktualisierungsdaten
Wenn Sie AI für Content nutzen, behandeln Sie AI wie ein Werkzeug für Entwürfe – nicht als Publishing-Automat. Redaktion, Faktencheck und echte Differenzierung sind entscheidend, um dauerhaft zu gewinnen.
Tabelle: Sinnvolle Maßnahmen vs. typische Mythen
| Bereich | Sinnvolle Maßnahme | Typischer Mythos |
|---|---|---|
| Content | Nutzwert + Intent Matching erhöhen | Alles umschreiben, damit es „anders“ klingt |
| Struktur | Topic Cluster + interne Links verbessern | Einfach mehr neue Artikel veröffentlichen |
| Qualität | Originalität, Beispiele, Proof hinzufügen | Mehr Keywords pro Absatz |
| Autorität | Expertise sichtbar machen | Schnell Links kaufen für „Recovery“ |
| Messung | Impressionen, Leads, Assisted Conversions tracken | Nur tägliche Rankings tracken |
Wie lange dauert eine Erholung?
Erholung nach Core Updates braucht Zeit, weil Google Signale neu verarbeitet und Ihre Seiten im Wettbewerb neu einordnet. Teilweise Stabilisierung kann während des Rollouts passieren, echte Erholung zeigt sich häufig über Wochen bis Monate – besonders, wenn Verbesserungen konsequent umgesetzt werden.
Schnelle Effekte entstehen oft durch Struktur: Kannibalisierung beheben, Duplikate zusammenführen, interne Verlinkung verbessern und klar definieren, welche Seite für welchen Intent das „Best Answer“-Dokument ist.
Core Updates in der Ära von AI Search
2025 geht es nicht nur um Klicks. AI-gestützte Ergebnisse und SERP-Features können Klicks reduzieren, aber gleichzeitig Markenbekanntheit und Lead-Qualität steigern – wenn Ihre Inhalte als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen werden.
Deshalb sollten Sie in SEO-Reports mehr als Traffic messen: Brand Searches, Demo Requests, Kontaktanfragen, Newsletter Signups und Assisted Conversions. Core Updates fördern Inhalte, die strukturiert, vertrauenswürdig und wirklich hilfreich sind – genau die Inhalte, die AI-Systeme gerne als Basis nutzen.
Fazit: Strategie statt Panik
Das Core Update Dezember 2025 bestätigt erneut: nachhaltiges SEO basiert nicht auf Tricks, sondern auf Klarheit. Die passende Seite für den passenden Intent, starke Themenarchitektur und sichtbare Vertrauenssignale.
Wenn Sie den Impact sauber analysieren und in Nutzwert, Struktur und Differenzierung investieren, stabilisieren Sie nicht nur Rankings – Sie bauen eine Website, die auch bei zukünftigen Updates robuster performt.

